
Niederländische Telemarketing-Regeln und KI-Agenten
Kann ein KI-Agent niederländische Verbraucher anrufen?
Nicht ohne Einwilligung. Die Niederlande haben für Telefonmarketing an Verbraucher ein Opt-in-Verfahren eingeführt, was bedeutet, dass Sie vor einem Anruf die Einwilligung des Empfängers benötigen und nicht mehr darauf vertrauen können, dass dieser sich nicht abgemeldet hat.
Wir bilden in keinem Markt Mitarbeiter für die Kaltakquise aus, daher ist dies für unsere Kunden in der Praxis nicht relevant. Die von uns ausgebildeten Agenten beantworten Anfragen von Personen, die Sie zuerst kontaktiert haben – eine völlig andere Tätigkeit als in den verschiedenen Rahmenwerken.
Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung.
Wie wäre es, statt Verbrauchern Unternehmen anzurufen?
Die Regeln unterscheiden sich zwischen Verbraucher- und Geschäftskontakten, und die Grenze ist weniger klar als sie aussieht – ein Einzelunternehmer, der ein privates Mobiltelefon benutzt, ist nicht eindeutig dem einen oder anderen zuzuordnen.
Anstatt dies für jeden Anruf einzeln zu bearbeiten, ist es sicherer, immer nur zu antworten. Wenn jemand Ihr Formular ausgefüllt oder Ihnen eine Nachricht geschickt hat, ist eine Nachfrage keine Kaltakquise. Wenn Sie die Daten jedoch gekauft haben, ist dies – je nach Segment – anders.
Gilt die EU-KI-Gesetzgebung zusätzlich dazu?
Ja, und sie beantworten unterschiedliche Fragen. Ob Sie anrufen dürfen, ist in den Niederlanden geregelt. Artikel 50 des EU-KI-Gesetzes regelt, ob die Person darüber informiert werden muss, dass sie mit einer KI spricht; die Transparenzbestimmungen gelten ab dem 2. August 2026.
Jeder von uns entwickelte Agent gibt seine Informationen bereits bei jedem Anruf und in seiner ersten Nachricht auf jedem Kanal an, sodass dieses Datum keine Frist für irgendetwas darstellt.
Wie verhält sich das mit der DSGVO?
Das Aufzeichnen und Transkribieren von Anrufen stellt die Verarbeitung personenbezogener Daten dar, daher gelten die üblichen Verpflichtungen: eine rechtmäßige Grundlage, eine Benachrichtigung vor der Aufzeichnung, eine festgelegte Aufbewahrungsfrist und gegebenenfalls eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.
Sie besitzen die Aufnahmen, die Transkripte und die Gesprächsdaten. Der Agent informiert die Anrufer zu Beginn des Gesprächs über die Aufzeichnung; dies ist auch der Zeitpunkt, an dem die Benachrichtigungspflicht am einfachsten erfüllt werden kann.
Written by Ravinaro
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